Du hast dir für morgen einen Spaziergang vorgenommen, bist aber noch nicht losgegangen. Du möchtest deine Absicht ausdrücken, ohne den Spaziergang als bereits geschehen darzustellen. Dabei hilft tsumori. Die Konstruktion informiert dein Gegenüber darüber, was du vorhast. Sie beweist weder, dass die Handlung stattfinden wird, noch, dass alle praktischen Einzelheiten bereits bestätigt sind.
Diese Lektion begleitet erfundene Erwachsene an einem ruhigen Wochenende am See. Sie sprechen über einen Spaziergang, eine Tasche und ein Buch. Jede Aufgabe nennt die beabsichtigte Handlung ausdrücklich. Die Fotos veranschaulichen den Ort, verraten aber keine privaten Pläne. Du kannst die Satzübungen vollständig auf Papier bearbeiten. Ein zusätzlicher Wörterbuchschritt ist nur dann sinnvoll, wenn ein fehlendes Wort verhindert, dass du die Absicht genau ausdrückst.
Beginne mit einer genannten Absicht und tsumori
明日は湖のそばを歩くつもりです。Ashita wa mizuumi no soba o aruku tsumori desu. „Morgen habe ich vor, am See spazieren zu gehen.“ 明日, ashita, legt morgen als zeitlichen Rahmen fest. 湖のそば, mizuumi no soba, bedeutet „neben dem See“ beziehungsweise hier „am See“. Das Verb 歩く, aruku, nennt die Tätigkeit. つもりです, tsumori desu, stellt die Absicht höflich dar.
Die Partikel を wird hier o ausgesprochen. Bei 歩く kann sie den durchquerten Raum kennzeichnen, statt ein Objekt zu benennen, das jemand aufhebt. Behalte diese Verbindung im Modellausdruck bei. Übersetze o nicht überall mechanisch mit demselben deutschen Wort. Du beschreibst den Ort des Gehens; der ganze Satz bleibt zugleich eine Aussage über die beabsichtigte Handlung.
Trenne in deinen Notizen drei Informationen: die beabsichtigte Tätigkeit, ihren Zeitrahmen und das, was tatsächlich geschehen ist. Der erste Satz liefert die ersten beiden Angaben. Er berichtet keine abgeschlossene Handlung. Fragt jemand nach gestern, beantwortet das bloße Wiederholen dieses Morgensatzes die Frage nicht. Auch eine korrekt gebildete Form kann somit am gefragten Inhalt vorbeigehen.
Vor der höflichen Endung bleibt das Verb einfach
In diesem bejahten Absichtsmuster steht die gewöhnliche Wörterbuchform unmittelbar vor tsumori desu. 歩く, aruku, bleibt in 歩くつもりです unverändert. Setze nicht die höfliche Form 歩きます, arukimasu, davor. Die höfliche Endung dieses Modells steht bereits mit desu am Ende der gesamten Konstruktion.
Die Erklärung der Japan Foundation zu tsumori behandelt zukünftige Pläne und Absichten sowie die Verbindung mit der einfachen Nichtvergangenheitsform. Hier konzentrieren wir uns auf klare Aussagen über die eigene Absicht. Weitere Bedeutungen von tsumori, berichtete Absichten und sensible Fragen nach fremden Plänen benötigen einen passenden eigenen Kontext.
Schreibe 歩く → 歩くつもりです in zwei Felder und lies das vollständige Ergebnis. Probiere anschließend 読む, yomu, „lesen“: 読むつもりです, yomu tsumori desu. Die beabsichtigte Tätigkeit ändert sich, während die Konstruktion bestehen bleibt. Unser Leitfaden zur Verbkonjugation erklärt ausführlicher, wie du Wörterbuchform und höfliche Form auseinanderhältst.
Decke zur Kontrolle nur das Ende der Konstruktion ab. Kannst du das richtige Tätigkeitsverb abrufen, ohne es aus dem Klang des ganzen Modells zu erraten? Decke danach tsumori desu auf und verbinde die Teile. War aruku erst nach dem Lesen verfügbar, notiere eine Wortschatzlücke. War das Wort bekannt, aber du hast arukimasu vor tsumori gewählt, betrifft die Schwierigkeit die Verbindung der Formen.

Benenne die beabsichtigte Tätigkeit genau
明日はこのかばんを持っていくつもりです。Ashita wa kono kaban o motte iku tsumori desu. „Morgen habe ich vor, diese Tasche mitzunehmen.“ このかばん, kono kaban, bezeichnet diese Tasche. 持っていく, motte iku, bedeutet in diesem Zusammenhang, sie mitzunehmen beziehungsweise vom Ausgangsort wegzubringen. Behalte den ganzen Tätigkeitsausdruck zusammen, wenn du die Absicht bildest.
Vergleiche den Spaziergangssatz und den Taschensatz. Die Absicht, spazieren zu gehen, legt nicht automatisch fest, welche Tasche mitkommt. Ein sichtbarer Rucksack auf einem Foto beantwortet das ebenfalls nicht. Erst eine zusätzliche vorgegebene Information über die Tasche erlaubt es, diese Aussage einzubauen. Belohne dich nicht für plausible Einzelheiten, die in der Aufgabe gar nicht stehen.
Deshalb hilft vor dem japanischen Satz eine kurze Bedeutungsnotiz. Schreibe für eine Aufgabe „morgen: beabsichtigt einen Spaziergang am See“. Für die andere notierst du „morgen: beabsichtigt, diese Tasche mitzunehmen“. Unterstreiche die unterschiedlichen Tätigkeiten. Ein richtiges tsumori am falschen Tätigkeitsverb vermittelt weiterhin die falsche Absicht. Prüfe daher Verb und umgebenden Ausdruck gemeinsam.

Auch die Absicht, etwas nicht zu tun, nennt die Tätigkeit
明日は湖のそばを歩かないつもりです。Ashita wa mizuumi no soba o arukanai tsumori desu. „Morgen habe ich vor, nicht am See spazieren zu gehen.“ Die einfache negative Form 歩かない, arukanai, steht vor tsumori desu. Das ist das hier geübte Modell einer verneinten Handlung. Die sprechende Person äußert eine Absicht hinsichtlich des Nichttuns dieser Tätigkeit.
„Die Person hat keinen Plan mitgeteilt“ ist nicht dieselbe Information. Fehlende Angaben sind keine ausdrücklich genannte Absicht, etwas nicht zu tun. Weißt du nicht, ob die Person morgen spazieren gehen wird, kannst du deshalb noch kein arukanai einsetzen. Halte in deinen Aufgaben immer auch die Antwort „unbekannt“ bereit, statt jede unvollständige Information in ein Ja oder Nein zu pressen.
Diese Lektion erklärt nicht sämtliche verneinten Konstruktionen mit tsumori als austauschbare Formel. Sie behandelt auch kein Verbot an eine andere Person. Unsere sprechende Person beschreibt die eigene beabsichtigte Handlung. Eine negative Bitte löst eine andere Gesprächsaufgabe. Prüfe hier zunächst, wer spricht, welche Tätigkeit gemeint ist und worauf sich die Verneinung bezieht.

Schlage das fehlende Wort nach und kehre zurück
Diese Website und KanaWay haben denselben Herausgeber. KanaWay befindet sich in Entwicklung. Zu den geplanten Lernwerkzeugen gehört ein Wörterbuch neben Lektionen und Übungen. Die offizielle lokale App-Beschreibung erläutert das Nachschlagen mit anschließender Rückkehr zum Ausgangssatz, um die passende Bedeutung zu prüfen. Nur dieser begrenzte unterstützende Ablauf ist hier gemeint; eine veröffentlichte See-Lektion oder automatische Absichtskorrektur wird nicht versprochen.
Kannst du 歩く nicht abrufen, versuche zunächst selbst, das Tätigkeitswort aus der Bedeutungsvorgabe zu finden. Prüfe danach einen geeigneten Wörterbucheintrag oder eine verlässliche Wortnotiz. Achte auf Lesung und Bedeutung, die zu „gehen, spazieren“ in dieser Aufgabe passen. Kehre direkt zum Absichtssatz zurück und bilde 歩くつもりです. Das Nachschlagen eines Verbs bestätigt noch nicht die richtige Satzkonstruktion.
War das Wort bekannt, aber du hast eine höfliche Verbform vor tsumori gesetzt, ist eine weitere Definitionssuche nicht die wichtigste Korrektur. Vergleiche die beiden Formen und bearbeite danach eine neue Absichtsvorgabe. Unser Wortschatzleitfaden beschreibt, wie ein eigener Abrufversuch und anschließendes Prüfen helfen, ohne jeden Fehler auf mehr Wortwiederholung zu reduzieren.
Derselbe Ablauf funktioniert während der App-Entwicklung auch mit einer abgedeckten Papiernotiz. Trenne Wörterbuchaufgabe und Satzaufgabe ausdrücklich: Die erste überprüft Lesung und Wortbedeutung, die zweite deine Mitteilungsabsicht und die Verbindung der Teile. Weder ein erfolgreicher Wörterbuchfund noch ein vertrautes Bild beweist, dass der ganze Absichtssatz stimmt.
Sechs Vorgaben mit ausreichend Informationen
Erstens: Die eigene Notiz der sprechenden Person lautet „morgen: beabsichtigt einen Spaziergang am See“. Schreibe einen vollständigen höflichen Absichtssatz. Zweitens lautet die Vorgabe „morgen: beabsichtigt, nicht am See spazieren zu gehen“. Behalte denselben Ort bei und verwende vor der Konstruktion die einfache negative Tätigkeitsform.
Drittens steht ausdrücklich fest, dass die Person morgen diese Tasche mitnehmen möchte und dies beabsichtigt. Bilde den Taschensatz und erhalte kono kaban sowie motte iku. Viertens zeigt ein Foto eine erwachsene Person am See, ohne Aussage über morgen. Kannst du daraus schließen, dass sie dort spazieren gehen will? Benenne die fehlende Information.
Fünftens schreibt jemand arukimasu unmittelbar vor tsumori desu. Ersetze nur die Verbform, die für dieses bejahte Modell gebraucht wird. Sechstens äußert eine Person ihre Absicht für morgen, während die Übersetzung lautet: „Ich bin gestern am See spazieren gegangen.“ Welche beiden Bedeutungsänderungen stecken darin? Es reicht nicht, dass beide Fassungen ein Wort für Gehen enthalten.
Bearbeite alle Aufgaben vor den Lösungen. Ein leeres Antwortfeld zeigt eher eine Lücke als ein kopiertes Modell, das du anschließend für eigenen Abruf hältst. Notiere vergessene Wörter, falsche Verbindungen und unbelegte Schlussfolgerungen getrennt. Es geht um Übung mit vorgegebenen erfundenen Fakten, nicht um einen Kompetenzwert oder Beweise für private Pläne realer Menschen.
Prüfe die ganze Aussage statt nur des Endes
Zur ersten Aufgabe: 明日は湖のそばを歩くつもりです。Ashita wa mizuumi no soba o aruku tsumori desu. Zur zweiten: 明日は湖のそばを歩かないつもりです。Ashita wa mizuumi no soba o arukanai tsumori desu. Vergleiche aruku und arukanai direkt. Morgen und der Ort am See bleiben gleich; die geäußerte Absicht bezüglich der Handlung verändert sich.
Zur dritten: 明日はこのかばんを持っていくつもりです。Ashita wa kono kaban o motte iku tsumori desu. Zur vierten lautet die Antwort „aus den Angaben nicht bekannt“. Das Bild zeigt eine Szene, keine private Absicht. Für die fünfte Aufgabe steht in diesem Modell aruku vor tsumori desu.
In der sechsten Aufgabe macht die Übersetzung aus morgen gestern und aus einer Absicht ein bereits geschehenes Ereignis. Keine der beiden Änderungen ist begründet. Erkläre zuerst die ursprüngliche Mitteilung und bilde danach den japanischen Satz erneut. Unser Leitfaden zum Satzbau hilft, Zeitrahmen, Tätigkeit und abschließendes Prädikat zusammenzuhalten.
Schließe die Übung mit einer kleinen selbst gewählten Kontrolle ab: Decke die drei Modellsätze zu und lies nur eine der Bedeutungsnotizen. Sprich eine vollständige Antwort und vergleiche sie danach sorgfältig mit dem passenden Modell. Ändere beim nächsten Versuch nur einen vorgegebenen Punkt. So erkennst du besser, welche Verbindung verfügbar ist und welche du noch nachlesen musst.

Fragen zur Übung
Beweist eine Absicht, dass die Handlung stattfinden wird?
Nein. In diesem geübten Kontext beschreibt die Konstruktion eine Absicht. Sie beweist weder die Durchführung noch alle organisatorischen Einzelheiten. Fragt die Aufgabe nach dem tatsächlichen Geschehen, brauchst du dazu eine gesonderte Information über das Ereignis.
Kann ich einen Plan aus einer Tasche oder einem Foto ableiten?
Nein. Die Aufgabe muss die beabsichtigte Tätigkeit oder eine entsprechende Aussage liefern. Eine Tasche eröffnet Möglichkeiten, verrät aber nicht, was jemand morgen vorhat. Lass eine unbelegte Absicht ausdrücklich unbekannt.
Kann ich so alle Menschen nach ihren Plänen fragen?
Nein. Wir üben Aussagen über die eigene Absicht. Fragen an Personen, denen besondere Höflichkeit gebührt, und Aussagen über die privaten Absichten Dritter benötigen angemessenes Register und belastbare Informationen. Mache aus diesem Modell keine universelle Gesprächsschablone.
